Oft gestellte Fragen – Wir helfen weiter


Die Menschen, die das reguläre Regelrentenalter, z.Zt. bei ca. 66 Jahren, erreicht haben, dürfen unbegrenzt hinzuverdienen. Für die übrigen Altersrentner/innen, die dieses Regel-rentenalter noch nicht erreicht haben, liegt die Hinzuverdienstgrenze beim Minijob in Höhe von 450 €. Daher sind die hier angebotenen Minijobs ohne Kürzung und Anrechnung auf die Rente völlig unschädlich. Dies gilt allerdings nicht für die sog. „Frührentner/innen“. Die-se wären ab 168 € anteilig betroffen und sollten sich – falls sie einen Minijob annehmen wollen – über uns auf jeden Fall bei der Deutschen Rentenversicherung hierzu beraten las-sen. Die Beratung übernehmen auch gerne wir bzw. leiten weiter.

Entweder Sie schauen sich die Angebote der Betriebe und Privathaushalte an und prüfen, ob etwas für Sie dabei ist. Dann melden Sie sich bei diesen Arbeitgebern/Haushalten direkt ohne irgendwelche Verpflichtungen oder Kosten. Sie erhalten dann vom Arbeitgeber mög-lichst bald eine Nachricht, ob die Stelle noch frei ist und auf welchem Wege Sie zusammen-kommen können. Die Minijobs der Arbeitgeber stehen maximal vier Wochen im Netz. Da-nach werden sie automatisch gelöscht, um zu vermeiden, dass völlig veraltete Angebote noch existieren. Sie können aber auch vorher schon verschwinden, wenn die Stelle besetzt ist oder der Arbeitgeber (aus welchen Gründen auch immer) sein Angebot zurückzieht. Andererseits können Sie Ihre Suche unter der Rubrik Rentner/Rentnerinnen mit einer Schnellbewerbung tätigen, sodass ein interessierter Arbeitgeber ebenfalls schauen kann, ob bei den Suchenden jemand für ihn dabei ist.

Den suchenden Rentnern/Rentnerinnen entstehen keine Kosten. Die Privathaushalte, die z.B. eine Putzhilfe, einen Gärtnerhilfe o.ä. suchen, bezahlen für Ihr Inserat einmalig 25 €, welches dann maximal vier Wochen veröffentlich ist. Betriebe und Unternehmen bezahlen für vier Wochen 40 €.

Sollte sich ein Betrieb / ein Haushalt für Ihre Bereitschaft in geringfügiger Beschäftigung bei ihm zu arbeiten, interessieren, wird er sich über Ihre Kontaktdaten mit ihnen dann online (siehe Punkt 5) in Verbindung setzen.

Für ältere Menschen im Rentenalter könnte es schwierig sein, selbst diese Online-Börse zu bedienen. Deswegen bieten wir eine persönliche Beratung in Marburg, Biegenstraße 44 (gegenüber Volkshochschule) mit festen Beratungszeiten an. Hier kümmert sich dann Herr Charles Guillaume um Ihr Anliegen und hilft Ihnen, sich in der Börse zu melden oder zurechtzufinden. Öffnungszeiten: Dienstags 9.00 – 12.00 Uhr, donnerstags 14.00 – 16.00 Uhr.

Auf Grund der Vielfalt von Arbeitsmöglichkeiten außerhalb des sog. Minijobs, wie z.B. dem Midi-Job, die reguläre sozialversicherungspflichtige Teilzeit- oder Vollzeitbeschäftigung, Honorar- und freiberufliche Aufträge, ist es uns zu kompliziert, all diese verschiedenen Angebote zu bedienen, zumal sich diese Dienstleistung nicht rechnen würde. Darüber hinaus glauben wir, dass wir mit dem Minijob am ehesten die möglichen Bedürfnisse der älteren Menschen im Rentenalter bedienen können; nur wenige werden einen Vollzeitjob suchen oder finden dies ja auch über die Agentur für Arbeit bzw. das Jobcenter. Auf Grund der körperlichen Leistungsfähigkeit und eines bereits bestehenden Renteneinkommens glauben wir, dass wir so dem Wunsch der Mehrheit der Suchenden entsprechen. Dies sind in Deutschland bereits mehr als 1 Mio. Menschen im Rentenalter, die im Minijob arbeiten.

Genau dies war unser Ansatz in dem Wissen darum, dass im Landkreis Marburg-Biedenkopf sehr viele Menschen zunehmend von Altersarmut betroffen sind. Gerade ihnen wollen wir die Möglichkeit geben, ihre hier im Landkreis berechnete Durchschnittsrente von ca. 800 € über den Minijob erheblich aufzubessern, sofern sie sich dazu noch in der Lage fühlen.

Die Rentnerjob-Börse Marburg wird von dem hier seit 30 Jahren ansässigen gemeinnützigen Verein Arbeit und Bildung e.V. betrieben, der wiederum aus Repräsentanten der Volkshochschulen, der Gewerkschaften und der öffentlichen Wohlfahrtspolitik besteht. Die Vereinsmitglieder lassen sich regelmäßig über die Tätigkeiten des Vereines berichten und kontrollieren auf diesem Wege die gemeinnützige und nicht gewinnorientierte Ausrichtung unserer Arbeit. Gleichzeitig wird durch die Zusammenarbeit mit unseren Partnern eine hohe Qualität unserer Arbeit sichergestellt: Die Agentur für Arbeit selbst kooperiert mit ihrer Minijob-Börse mit uns, um auch ihre Angebote einfließen zu lassen, das Jobcenter des Kreises unterstützt uns durch Hinweise aus dem Arbeitgeberpersonalservice, die Deutsche Rentenversicherung hat sich bereit erklärt, alle versicherungsrechtlichen Fragen kompetent und zeitnah zu beantworten, die Seniorenbeiräte von Stadt und Kreis unterstützen unsere Arbeit durch Verbreitung unserer Idee, die Kreis- und Gemeindegruppen des VdK helfen uns bei der Informationsweitergabe suchende Rentner/innen zu erreichen, die Altenhilfeplanungsstellen von Stadt und Kreis unterstützen und begrüßen unsere Angebote sehr, weil sie um die Bedarfe wissen. Das Hessische Sozialministerium sowie die Stiftung Deutsches Hilfswerk der ZDF-Fernsehlotterie beabsichtigen 2017 die Minijob-Börse noch um eine Sozialberatung zu ergänzen.

Die Minijob-Zentrale möchte keine Schwarzarbeit vermitteln. Aus diesem Grund muss ein Privathaushalt, wenn er solche Tätigkeiten anbieten möchte, sich als „Arbeitgeber“ bei der Minijob-Zentrale in Kassel anmelden. Dies ist ein sehr einfacher Vordruck von nur einer Seite mit nur wenigen Fragen und Antworten, die in 10 Minuten erledigt werden können. Darüber hinaus helfen wir hier in unserer Beratungsstelle, Biegenstraße 44, 35037 Marburg. Hierbei wird dann immer ein pauschaler Sozialversicherungspflicht-Beitrag an die Minijob-Zentrale abgeführt, um Schwarzarbeit zu verhindern. Je nach Art der geringfügigen Beschäftigung sind von den Arbeitgebern, aber auch den Privathaushalten unterschiedliche pauschale Abgaben an die Minijob-Zentrale zu entrichten. Sie liegen für Privathaushalte bei ca. 30%, meistens weniger. Geht man vom hier häufig verwendeten Mindestlohn von 8,84 €/Stunde aus, kommt es meist zu einer Kostenbelastung von etwa 11,00 € pro Stunde, was unseres Erachtens aber auch für eine ordentlich erledigte Arbeit mindestens bezahlt werden sollte.

Bei max. 450 € pro Monat sind im Jahr also 5.400 € maximal möglich. Dies kann monatlich unterschiedlich ausfallen, es dürfen nur nicht im Jahr mehr als 5.400 € werden.

Steuern und Sozialabgaben werden pauschal abgeführt vom Arbeitgeber, der Rentner / die Rentnerin zahlt nicht.

Haben sie mehrere Minijobs, werden diese für die Prüfung einer Sozialversicherungspflicht zusammengezogen und führen dann zu erhöhten Abgaben bei den Arbeitgebern. Sie sind verpflichtet, jedem Arbeitgeber und Minijobanbieter weitere Minijobs mitzuteilen.